Baby, Stillen lernen
Schreibe einen Kommentar

Wie du frühe und späte Hungerzeichen deines Babys erkennst

Stillzeichen

Wenn Babys Hunger bekommen, teilen sie uns das mit. In ihrer Sprache. Besser bekannt als Hungerzeichen (als Synonym verwende ich gern auch den Begriff „Hungersignale“, manchmal heissen sie auch „Stillzeichen“).

Bereits Neugeborene zeigen Hungerzeichen.

Diese besteht nicht nur aus unkontrolliertem Weinen, sondern aus einer Mischung von Körpersignalen, feinen Zeichen und Weinlauten.

Lautes, gestresstes Weinen ist ein Kommunikationssignal, welches schwer verstehbar ist. Deshalb ist es total günstig, wenn wir lernen, die frühen Signale der Babys zu verstehen.

Der Staat Queensland hat deshalb eine großartige Übersicht herausgebracht, welche schnell und einfach zeigt, wie dein Baby zeigt, dass es Hunger hat.

frühe stillzeichen

Frühe und späte Hungerzeichen beim Baby © State of Queensland (Queensland Health) 2012 | CC BY NC ND 3.0

Was solltest du also tun, wenn dein Baby Hungersignale zeigt?

Das kommt darauf an, in welchem Stadium es sich befindet.

Die Entwicklung durch die einzelnen Phasen hängt dabei einerseits vom Charakter deines Babys ab. Andererseits lernen manche Babys mit der Zeit aber auch, dass auf ihre leisen Signale nicht reagiert wird und weinen sehr plötzlich. Das erschwert das Deuten der Signale deines Babys

#1 – Erste Hungerzeichen beim Baby

Wenn der Hunger kommt, beobachtest du möglicherweise im frühen Stadium, dass

  • dein Baby im Schlaf unruhig wird,
  • hörst wie dein Baby schmatzt,
  • es den Mund öffnet,
  • es aussieht als würde dein Baby mit dem Mund etwas suchen: die Brust,
  • das Köpfchen deines Babys sich dabei hin- und herdreht.

Das alles sind typische frühe Hungersignale, die häufig bereits in der Leichtschlafphase zu beobachten sind. Dein Baby zeigt also Hunger bereits im Schlaf! Das ist perfekt und soll es dir leichter machen.

Wenn du merkst, dass dein Baby erwacht und unruhig wird, ist es der perfekte Zeitpunkt die Brustmassage zum leichteren Milchfluss beim Stillen anzuwenden.

Die meisten Babys haben beim Erwachen Hunger.

Abhängig vom Charakter deines Kindes hast du auch noch Zeit, auf die Toilette zu gehen oder dir ein Glas Wasser in Reichweite zu holen.

Während der ersten Tage, falls du in der Klinik geboren hast, ist das der ideale Zeitpunkt, um nach Stillhilfe zu fragen.

Nachts ist es etwas schwieriger den Hunger deines Kindes zu erkennen. Doch bald wirst du merken, dass du die Geräusche die dein Kind bei dein Bewegungen oder mit den Lippen macht besser zuordnen kannst – auch ohne Licht.

#2 – Mittlere Hungerzeichen deines Babys

Wurde der Hunger noch nicht bemerkt, wird dein Baby deutlicher!

Dein Baby merkt, dass der Hunger deutlich unangenehm wird. Es wird sich zunehmend zeigen, dass

  • dein Baby sich streckt und seine Arme nach oben streckt,
  • sich mehr und stärker bewegt,
  • die Hand zum Mund führt,
  • dein Baby nuckelt an der Faust oder saugt richtig daran,
  • gierig den Daumen in den Mund nimmt.

Für dich ist es das Signal „jetzt aber hurtig!“. Denn das sind schon sehr deutliche Anzeichen: dein Baby hat Hunger! Das Stillen ist jetzt wirklich sehr dringend!

#3 – Späte Hungerzeichen deines Babys

Warst du nicht im Raum mit deinem Baby oder abgelenkt, dann wird dein Baby irgendwann anfangen zu weinen.

Wie gesagt – es ist häufig eine Sache des Charakters, wie schnell das geht. Aber auch, ob dein Baby als Neugeborenes schon lernen konnte, ob du eher auf frühe oder späte Hungerzeichen reagierst.

Dein Baby beginnt

  • mit weinen,
  • zeigt starke körperliche Unruhe zeigen,
  • kann im Gesicht rot anlaufen.

Wenn dein Baby weint, wird es sich vermutlich nur sehr schwierig anlegen lassen.

Manche Babys erfassen die Brustwarze nicht ausreichend, wenn sie bereits weinen.

Deshalb hat es sich bewährt, mit dem Baby zu sprechen, es zu streicheln,… du kannst dein Baby auch – wenn du das schnell umsetzen kannst – in den Hautkontakt nehmen und kuscheln.

Die Beruhigungsphase darf meist nicht lange dauern, denn der Hunger ist ja weiterhin präsent.

Ist es bei Weinen immer Hunger?

Natürlich Weinen Babys nicht nur aus Hunger!

Jedes Bedürfnis kann zum Weinen führen – egal, ob es ein Bäuerchen ist, welches drückt oder ein Pups, der quer sitzt. Auch das Ausscheidungsbedürfnis oder Einsamkeit führen zum Weinen.

Möchtest du Hunger-Weinen, Bäuerchen-Weinen, Pups-Ausscheidungs-Weinen, Müdigkeits-Weinen oder Unwohlsein-Weinen besser voneinander unterscheiden können? Dann hilft die Laut-Entschlüsselnung der Dunstan Baby Language.

Die Bedürfnisse der Babys sind vielfältig.

Beim Sammeln bin ich auf 51 Gründe, warum Babys Weihen gestossen.

Das ist jede Menge.

Das eintunen mit dem frischen Baby dauert manchmal eine Weile – auch Mama-sein und Baby-verstehen muss ja erst gelernt werden.

Muss man auf Babys Weinen immer sofort reagieren?

Noch immer regiert die Sorge, dass ein Baby verwöhnt wird, wenn zu schnell auf das Weinen reagiert werde.

Doch: Weinen ist die letzte und verzweifelste Stufe der Kommunikation. Ein wirklich nachdrückliches Babysignal!

Dein Baby braucht dich also dringend, wenn es weint! Immer. Es ist in höchster Not und selbst wenn du nicht sofort verstehst, was es gerade von dir braucht, so spürt es dennoch deine Nähe und Fürsorge.

So wächst es in einem tiefen und ungebrochenen Urvertrauen auf. So kann es in seiner Bindung zu dir weiter und tiefer wachsen. So können dann – wann immer es bereit ist – Flügel wachsen.

Das passiert früh genug – auch wenn du es dir nach manchem anstrengenden Abend vielleicht noch nicht vorstellen kannst. Und es wird leichter werden, wenn du die Hungerzeichen anderen Signale deines Babys immer besser deuten lernst.

Alles Liebe für dich und dein Baby,
Deine Tabea

Gleich mit Freunden teilen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.